Bild(er) von mir!

Nun steht sie also, meine eigene Website. Ich hoffe, sie gefällt Euch ebenso gut wie mir und ich bin gespannt auf Eure Reaktionen. Ich weiß, dass diese nicht alle positiv ausfallen werden, denn ich weiß, dass es – vor allem seit meiner Zeit als Cheftrainer beim FCK – ein Bild von mir gibt, das teilweise nicht einmal in Ansätzen richtig ist.

Ja, ich bin konsequent in meiner Arbeit – sowohl im Umgang mit meinen Spielern als auch mit mir selbst. Und ja, ich verlange, immer alles zu geben – sowohl von meinen Spielern als auch von mir selbst. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und ich glaube, dass man das auch jedem einzelnen Fan schuldig ist, denn der gibt ebenfalls immer alles.

Beim Zusammensuchen der Artikel und Fotos für meine Website habe ich natürlich sehr viel an vergangene Zeiten gedacht – und automatisch auch an die nicht so schönen, die es in jeder Laufbahn gibt und die bei mir vor allem im Zusammenhang mit meiner Entlassung als Cheftrainer beim FCK stehen. Als ich in der Bild-Zeitung von Grafites „Kollabs“ beim Höhentraining gelesen habe, habe ich mich schon gefragt, was passiert wäre, wenn selbigem Spieler das unter meiner Anleitung passiert wäre. „Was war da doch damals noch mit dem Stumpf und Lincoln?“ Ja, was war da noch? Nichts war, denn Lincoln konnte trainieren (kein volles Training, aber Übungen mit dem Physiotherapeuten) und spielen (was vollkommen meiner Einschätzung entsprach) und sowohl er als auch ich wissen, dass dieser Vorfall, der eigentlich keiner war, für den einen oder anderen nur gerade recht kam.

So, wie auch Grafites „Ausfall“ nur auf einen Hungerast zurückzuführen war – auch wenn es mich verwundert, wie Profi-Spieler im Trainingslager nicht genügend Nahrung zu sich nehmen können.

Ich hatte nie die Gelegenheit, die damaligen Vorkommnisse richtig zu stellen. Erst war es ein schwebendes Verfahren, zu dem ich mich nicht äußern durfte, und dann bekam ich unter Erik Gerets die Chance, noch einmal beim FCK zu arbeiten. Und vielleicht hat es bei den damaligen Turbulenzen (auch nach meiner Entlassung) sowieso kaum jemanden mehr interessiert, wie es wirklich gelaufen ist… Das Buch ist zugeklappt und ich will es nicht wieder aufschlagen, aber Artikel wie die aus der Bild-Zeitung lassen mich doch immer mal wieder einen kleinen Blick hineinwerfen und das Buch mit dem Gefühl, es nicht verkehrt gemacht zu haben, hinterher wieder ins Regal stellen.

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~ von Reinhard Stumpf - Juli 17, 2008.

Eine Antwort to “Bild(er) von mir!”

  1. ja leider ist es so langer,arbeit 100 prozentig ausgeführt aber a****geigen gibt es die es einem schwer machen.

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