Meine Beweggründe für die Kündigung bei CSS – English, Arabian, French and Turkish translation below

•Januar 5, 2012 • 5 Kommentare

So, der Schnitt ist gemacht. Vorgestern (03.01.2012) habe ich einen Schlussstrich unter das Kapitel CSS gezogen. Es ging definitiv nicht mehr. Ich bin seit über 27 Jahren im Profifußball tätig. Noch nie ist mir ein Verein begegnet, der sich nicht an eine der im Vorfeld getroffenen Absprachen gehalten hat. Und dass der Präsident zum Schluss auch noch lauthals verkündete, ich wäre entlassen, was seine Adjutanten hingegen mir gegenüber immer wieder dementierten, war der Gipfel der Respektlosigkeiten, die mir seit meinem Beginn im September dort entgegengebracht wurden.

Deswegen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gesagt: ICH habe gekündigt, ICH habe mein Arbeitsverhältnis mit diesem Verein gelöst. Noch im Telefonat vor meiner Kündigung wurde mir gesagt, dass ich nach wie vor Trainer wäre und das Interview des Präsidenten inhaltlich falsch wäre…

Dass als Grund für die – nochmals betont – nicht vollzogene Trennung von mir dann auch noch die Sprachbarrieren genannt werden, bringt mich ebenfalls auf die Palme. CSS war in vier Monaten nicht in der Lage, mir einen guten Übersetzer an die Seite zu stellen. Für die Mannschaft übersetzt hat  mein Assistenztrainer, der nicht mal gut Englisch sprach. Folglich hat er immer nur den ungefähren Sinn wiedergeben können. Der Französischlehrer, der mir versprochen wurde, war zeitlich so unflexibel, dass Trainingseinheiten hätten ausfallen müssen. Mal ganz davon abgesehen, dass der Herr überhaupt keinen Bezug zum Fußball hatte geschweige denn Wissen vorweisen konnte. In erster Linie wäre es mir darum gegangen, Fußballbegriffe schnell zu erlernen. Nen Kaffe kann ich auch auf Englisch oder zur Not mit Händen und Füßen bestellen! Auf meine Kosten habe ich einen Online-Französischkurs begonnen. Apropos, Kosten: Hatte ich schon erwähnt, dass ich trotz anderer Vertragsabsprachen alle Flüge selbst gezahlt habe? Dass ich mit Ausnahme des Hotels alle Kosten aus eigener Tasche bezahlt habe? Okay, kann passieren. Dass ich bis zum heutigen Tage nicht einen Cent von meinem Gehalt gesehen habe, kann dann aber nicht passieren.

Wie gesagt, alles bei Vertragsunterschrift festgehalten und versprochen. Versprochen wurde mir auch, dass ich eine junge Mannschaft in Ruhe weiterentwickeln bzw. aufbauen könnte. Dass es nicht um kurzfristige Erfolge, sondern um die langfristige sportliche Entwicklung gehen würde. Doch: Bereits nach den ersten beiden Spielen (0:1-Niederlage und 0:0-Unentschieden) drohte man mir mit Rausschmiss. Die Fans drehten durch, demolierten unseren Mannschaftsbus – wohlgemerkt mein Team saß dabei im Bus. Doch statt dass die Verantwortlichen den Druck rausnahmen, erhöhten sie diesen stetig und meinten auf einmal, dass das Ziel wäre, alles gewinnen zu müssen – völlig unrealistisch mit dieser jungen Mannschaft! Und das hatte ich von vorn herein auch so gesagt. Wenn ich gewusst hätte, wie schnell die Verantwortlichen ihre Zusagen über Bord schmeißen, hätte ich nie unterschrieben. Und glaubt mir bitte, noch nie in meinem Leben habe ich solche Gewaltexzesse erlebt, musste ich mich persönlich so beleidigen lassen und wurde derart bedroht, dass ich die Tage im Hotel verbracht habe.

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich ungern über (m)einen Arbeitgeber schlecht rede. Doch ich muss mich und meinen guten Ruf schützen. Ich weiß, dass ich in einer schnelllebigen Branche arbeite. Dass ein Verein wirklich nicht eine der Absprachen einhält und es dann auch noch hinstellt, als wenn er sich von mir getrennt hätte, kann ich allerdings nicht hinnehmen.

Folglich habe ich mich schnellstmöglich mit potenziellen anderen Vereinen ins Gespräch begeben. Tja… 🙂

Viele Grüße,

Euer Reinhard

P.S.: Ich übergebe das Team mit einer positiven Bilanz auf Platz 6, nicht auf Platz 16! 😉

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Why I have to leave CSS!

It is done. The day before yesterday (January 3rd, 2012), I closed the chapter CSS. There simply wasn’t any other way. During my 27 years in professional football, I had never encountered a club, which didn’t live up to the agreements that were made.  Towards the end, the President, at the top his voice, even announced my dismissal – a circumstance his assistants discounted again and again. This was the pinnacle of the kind of disrespect I had been facing since starting work there in September.

Therefore, it must be stated here explicitly: I resigned; I terminated my contract with this club. Prior to terminating my contract, I was told on the phone that I was still coach and that the President’s interview was incorrect in terms of content…

But citing language barriers as the reason for my supposed dismissal also drives me up the wall. In all of four months, CSS was unable to provide me with a capable interpreter. My assistant coach, who did not even speak English very well, had to interpret for the team. As a result, he could only relay my instructions in a broader sense. Aside from the fact that the French teacher I was promised neither had a connection to football nor any knowledge of the game, his schedule was very inflexible. In order for me to take lessons, certain training sessions would have had to be canceled. First and foremost, I would have been interested in quickly picking up the essential football terminology, because I’m able to order a cup of coffee on my own in English or by communicating with hands and feet, if necessary! So I started taking online French lessons at my own expense. Speaking of expenses: did I mention that, contrary to what was agreed on in the contract, I personally paid for all of my air travels? But ok, things happen. Not receiving a single cent in pay to this day, however, is just something that can’t happen.

But as already mentioned, everything was agreed on and promised at the signing of the contract. I was also promised the opportunity of being able to take some time to further develop or to build up a young team, to aim at the team’s long-term development and not for short-term success. But I was already threatened with being fired after the first two matches (a 0:1 loss and a 0:0 draw). The fans went crazy, demolished our team bus – while my team was sitting on the bus. But instead of taking off pressure, club officials continually kept increasing the pressure. All of a sudden, they believed that winning everything would have to be the goal – completely unrealistic with this young team! And that’s exactly what I told them from the start. I would have never signed my contract had I known how quickly these club officials would throw their promises overboard. And please believe me when I tell you that I had never before witnessed such extreme acts of violence nor had I ever been personally insulted and threatened in such a way that I ended up spending my free time inside the hotel.

Those of you who know me know that I don’t like to speak ill of an employer. But I have to protect my good reputation and myself. I know that I’m working in a fast moving business. I simply cannot accept, however, club officials who do not adhere to a single agreement and then go on to make it look like they fired me.

As a consequence, I entered into talks with other potential clubs as soon as possible. Oh well… 🙂

Yours truly,

Reinhard

P.S.: By the way, I’m handing over a team that is in 6th place with a winning record, not in 16th place! 😉

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 لقد تم القطع. أي لقد وضعت البارحة (يوم 03/01/2012) حدا لعلاقتي مع النادي الرياضي الصفاقصي. وسبب ذلك هو أنه لم يعد من الممكن العمل هناك. إنني أعمل كمحترف في مجال كرة القدم منذ اكثر من 27 سنة. ولكنني لم أشاهد إلى حد الآن أيّ فريق مثل هذا الفريق يخالف كل الوعود والاتفاقيات التي يتعهّد بها سلفا. إضافة إلى ذلك تجرّأ رئيس هذا النادي أخيرا بالتصريح بصوت عالي بأنه تم طردي، في حين يقوم نائبوا الرئيس بتكذيب ذلك كل مرة في حديثهم معي، وإنّ ذلك لقمة في عدم الإحترام الذي أعاني منه منذ بداية عملي هناك أي منذ شهر سبتمبر.

 لذلك أصرح الآن وبكل وضوح : لقد قدمت استقالتي. نعم أنا الذي قرر الآن إنهاء عقد العمل مع هذا النادي. وحتي في مكالمتي الهاتفية قبل تصريحي  بقرار إنهاء العمل قيل لي بأنني لازلت ممرن الفريق وبأنّ الحديث الصحفي الذي أجراه رئيس النادي كان غير صحيح …

 إضافة إلى ذلك قيل بأنّ أحد أسباب إنهاء عقد العمل معي (بالرغم من أنه لازال قائم الذات، مثلما ذكرت) تتمثل في مشكلة اللغة، وذلك ما يغضبني جدا. حيث أنّه لم يتسنى للنادي الرياضي الصفاقصي في خلال أربعة أشهر أن يجد مترجما جيدا يقف بجانبي. فكان الممرن المساعد لي هو الذي يقوم بمهام الترجمة تجاه اللاعبين، بالرغم من أنه لا يتقن اللغة الإنجليزية. لذلك فإنه لم يكن قادرا إلا على نقل البعض من كلامي. أما مدرس اللغة الفرنسية الذي وعدوني به فإنه غير مرن من حيث الوقت بشكل أنّه كان يُـفرَض عليَّ إلغاء عددا من التمارين إذا ما أردت أخذ دروس في اللغة الفرنسية، بغضّ النظر عي أنّ ذلك المعلم ليس له أية علاقة بكرة القدم ولا أية معلومة في هذا المجال، بالرغم من أنني كنت أولا وبالذات أريد أن أتعلّم بسرعة بعض العبارات الخاصة بكرة القدم. ولاتهمّني كيفية طلب فنجان قهوة باللغة الفرنسية أوما يشابه ذلك حيث يمكنني الحصول عليها باستعمالي اللغة الإنجليزية أو باستعمال الأيادي والأرجل إذا اقتضى الأمر. لذلك شرعت وعلى حسابي الخاص في أخذ دروس في اللغة الفرنسية عن طريق الإنترنيت. وعلى سبيل الذكر، هل ذكرت لكم أني تحمـّـلت جميع تكاليف سفراتي بالطائرة  رغم ما يخالف ذلك من الإتفاق المنعقد بيني وبين الفريق؟ هل علمتم بأنني دفعت جميع التكاليف من حسابي الخاص، ماعدا تكاليف النزل؟ كل هذا من المعقول أن يحصل. ولكن ليس من المعقول ألا أحصل إلى يومنا هذا ولو على فلس واحد من مرتبي.

 وذلك بالرغم من كل الوعود وكل البنود التي تم الإتفاق عليها بعقد العمل المبرم بيني وبين النادي الرياضي الصفاقصي. ومن بين ما وعدوني به أيضا الوعد بأن يكون لي وقتا كافيا أعمل فيه على تكوين وتطوير فريق من الشباب الصغار السن. علاوة عن ذلك كنا متفقين على أنّ هدفنا يتمثل في تطوير الفريق من حيث مقدرته الرياضية على المدى الطويل ولا يتمثل في النتائج القصيرة المدى. ولكن رغم ذلك : بعد مقابلتين فقط (نتيجة المقابلة الأولى هزيمة  0:1  والمقابلة الثانية تعادل 0:0 ) تم تهديدي بالطرد. أما أنصار النادي فكانوا يقومون بأعمال جنون حيث أنهم كسروا حافلة النقل الخاصة بالفريق – علما وأنهم قاموا بذلك بينما كان اللاعبون جالسين في الحافلة. فعوض أن يسعوا المسؤولون ويعملون على التخفيظ من الضغط ، قاموا بضغط أكبر فأكبر وقرروا بين عشية وضحاها بأنّ هدفنا يتمثل في كسب كل المقابلات – وهذا شيء غير واقعي باعتبار مستوى الفريق، كما سبق أن قلت من أول يوم. لو كنت أعلم بأي سرعة يتراجع فيها المسؤولين عما أكدوه في أقوالهم لكنت رفضت إمضاء عقد العمل نهائيا. وصدقونوا عندما أقول لكم أنني لم أشاهد في حياتي عنفا مماثلا للعنف الذي رأته هناك. كما تم شتمي أيضا وتعرضي إلى تهديدات جعلتني أقضي أيامي داخل النزل.

 إنّ كل من يعرفوني يعرفوا وأنني لا أحب الكلام الوسخ في أي صاحب عمل سواء كان يشغـّـلني أو يشغـّـل الغير ولكن يجب أن أحمي نفسي وأحمي صمعتي. أعرف أيضا وأنني أعمل في مجال سريع العمر. ولكن لا يمكن أن أقبل ألا يحترم النادي بالمرة ما تم الاتفاق والتعاقد عليه، ثم إضافة إلى ذلك يتم التصريح كذبا بأنّ النادي هو الذي قام بطردي.

 ولذلك اتصلت وبكل سرعة بنوادي أخرى ترغب في التعاقد معي.

هكذا هي الحياة …

 والسلام

 أخوكم راينهارد

 ملاحظة: أقوم الآن بتسليم فريق النادي الرياضي الصفاقصي بعد حصوله على نتائج مشرّفة حيث أنه لا يتواجد حاليا بالمرتبة 16 بل بالمرتبة السادسة !

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Avant-ier (le 3 janvier 2012), j’ai tiré un trait sous le chapitre CSS. Ça ne pouvait vraiment plus continuer comme ça. Voilà maintenant 27 ans que je fais carrière dans le domaine du football professionnel. Mais jamais je n’ai rencontré un club qui ne se soit tenu à aucun des arrangements conclus à l’avance. Et que le président du club déclare au bout du compte que je suis licencié, ce que ses assistants ont toujours démenti face à moi, c’est le summum du manque de respect dont on ait fait preuve envers moi depuis le début de mon contrat en septembre.

C’est pourquoi je le répète ici clairement : c’est MOI qui a démissionné, c’est MOI qui a mis fin à mon contrat de travail dans ce club. Au cours d’une conversation téléphonique avant ma démission, on m’a encore confirmé que j’étais toujours l’entraîneur  et que le contenu de l’interview du président était faux…

Que le barrage de la langue ait été nommé en tant que raison de se séparer de moi – ce qui n’a pas eu lieu – me rend également furax. En quatre mois, CSS n’a pas été capable de me mettre un traducteur compétent à disposition. Mon entraîneur assistant a traduit pour l’équipe, et il ne parlait même pas bien l’anglais. Par conséquent, il ne pouvait que traduire les contenus de manière approximative. Le professeur de français que l’on m’avait promis était si peu flexible avec ses horaires qu’il aurait fallu annuler les entraînements pour prendre des cours ! En outre, cette personne n’y connaissait rien au football et n’avait aucune référence à présenter.  Evidemment, j’aurais voulu avant tout apprendre rapidement du vocabulaire relatif au football. Commander un café, je peux le faire en anglais ou s’il le faut, en gesticulant ! J’ai donc commencé un cours de français en ligne. Et à propos de coûts : ai-je mentionné que j’avais payé tous les vols de ma poche, contrairement à ce qui était prévu par le contrat ? Que j’avais également payé tous les frais sauf les frais d’hôtel ? O.k., cela peut arriver. Mais quand même, le fait de n’avoir jamais vu un seul centime de mon salaire d’entraîneur, ça n’est vraiment pas normal.

Comme je l’ai dit, tout est scellé par contrat, a été signé et promis. On m’a également promis que je pourrais faire progresser l’équipe peu à peu,  dans le calme.  Qu’il ne s’agissait pas de succès à court terme mais d’un développement sportif à long terme. Et pourtant : dès les deux premiers matchs, (0 : 1-défaite et 0 : 0 – égalité), on m’a menacé de me mettre à la porte. Les fans ont perdu la tête, ont démoli le bus de notre équipe – alors que, n’oublions pas, mon équipe était dans le bus ! Mais plutôt que d’essayer de faire baisser la pression, les responsables n’on fait que l’augmenter et  ont prétendu que le but était de gagner tout le match… complètement irréaliste pour cette jeune équipe ! Et cela, je l’avais dit dès le début.  Si j’avais su à quelle vitesse les responsables jetteraient leurs promesses par dessus bord, je n’aurais jamais signé. Et croyez-moi, jamais de ma vie je n’ai été témoin de tels excès de violence, ne me suis fait insulter de la sorte. Les menaces contre moi étaient telles que j’ai passé des journées à l’hôtel.

Ceux qui me connaissent savent que je n’aime pas parler en mal de mes employeurs. Mais je dois me protéger, et défendre ma bonne réputation. Je sais très bien que je travaille dans une branche où les choses peuvent vite changer. Toutefois, je ne puis tolérer qu’un club ne se tienne à aucun de ses  engagements et vienne par-dessus tout  raconter qu’il m’a licencié.

Par conséquent, je suis entré en contact le plus vite possible avec d’autres clubs… Et voilà… 🙂

Amicalement,

Votre Reinhard

P.S. : Je quitte mon équipe avec un bilan positif : place 6, non pas place 16! 😉

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Açıklıyorum!

Bütün köprüleri yaktım. Dün (03.01.2012) CSS defterini kapattım. Artık devam etmenin mümkünü yoktu. 27 yılı aşkın bir süredir profesyonel futbolun içindeyim. Ön aşamada verilmiş sözlerden birine uymayan bir kulüple hiç karşılaşmamıştım şimdiye dek. Üstelik başkanın en sonunda bağıra çağıra işten atıldığımı yedi düvele ilan etmesi, buna karşılık onun emir erlerinin sürekli bunu bana yalanlaması, eylül ayındaki ilk günden beri bana karşı yapılan saygısızlıkların zirvesiydi.

Bu bakımdan bu noktada bir kez daha şunun üzerine basa basa vurgulamakta fayda var: BEN işten ayrıldım. BEN bu kulüple iş ilişkimi bitirdim. Daha işten ayrılmam öncesinde yapılan telefon konuşmasında bana eskisi gibi teknik direktör olduğum ve başkanın söyleşisinin içerik açısından yanlış olduğu söylendi.

Benim – bir kez daha vurgulayayım – yolları ayırmamın nedeni olarak dil bariyerinin gösterilmesi, yine aynı şekilde beni çok kızdırdı. CSS dört ayda yanıma iyi bir çevirmen koymayı bir türlü beceremedi. Söylediklerimi takıma yardımcı antrenörüm çevirdi, kaldı ki onun doğru dürüst bir İngilizcesi bile yoktu. Nitekim hep sözlerimi ancak üç aşağı beş yukarı aktarabildi. Bana söz verilen Fransızca öğretmeni zaman açısından o kadar esneklikten uzaktı ki, derslere icap etmem halinde antrenmanlar yapılamayacaktı. Hadi bunu geçtik diyelim, Fransızca öğretmeni nin futbolla uzaktan yakından alakası yoktu, bilgisiz olduğunu hiç saymıyorum. İlk planda benim için önemli olan, futbol terimlerini çabuçak öğrenmekti. Bir fincan kahveyi İngilizce veya gerektiğinde ellerimle, ayaklarımla bile ısmarlayabilirim. Kendi cebimden bir online Fransızca kursuna başladım. Hazır laf cepten açılmışken, tüm sözleşme maddelerine karşın bütün uçak biletlerimi kendi paramla ödediğimi daha önce söylemiş miydim? Hotel dışındaki bütün masrafları kendi cebimden ödedim. Tamam, olabilir. Ama şu ana dek maaşımdan tek kuruş görmedim, işte bakın bu olmaz.

Daha önce dediğim gibi, her şey sözleşme imzalanırken kararlaştırıldı ve vaat edildi. Genç bir takımı huzur içinde geliştirebileceğimin, daha doğrusu genç bir takım kurabileceğimin de sözü verilmişti bana. Kısa vadeli başarıların değil, uzun vadeli sportif gelişmelerin önemli olduğu söylenmişti. Bununla birlikte: Daha ilk iki maçtan sonra (0-1 yenilgi ve 0-0 beraberlik) kovulmakla tehdit edildim. Tarftarlar cinnet geçirdiler, takım otobüsünü tahrip ettiler – şu da unutulmasın, bu esnada takım otobüsün içindeydi. Fakat sorumlular baskıyı azaltacak yerde, daha da arttırdılar ve durup dururken birden hedefin her şeyi kazanmak olduğunu söylediler – bu genç takımla hiç de gerçekçi bir hedef değildi! Üstelik bunu ta işin başında aynen böyle söylediğim halde! Eğer sorumluların verdikleri sözlerinden cayacakların bilseydim asla sözleşme imzalamazdım. Lütfen bana inanın, hayatımda böyle bir şiddet taşkınlığı görmedim, şahsıma o kadar hakaret edildi, öyle tehditler aldım ki,  gündüzleri hotelden çıkamadım.

Beni tanıyanlar bilirler, işverenler(im) hakkında kötü konuşmayı pek sevmem. Ne var ki, kendimi de itibarımı da korumak zorundayım. Her şeyin çok hızlı geliştiği bir branşda çalıştığımın farkındayım. Fakat bir kulübün verdiği sözlerin arkasında durmamasını ve bu yetmezmiş gibi bir de sanki kendisi benimle yollarını ayırmış gibi yapmasını sineye çekemem.

Dolayısyla elden geldiğince çabucak potansiyel diğer kulüplerle görüşmeye başladım. 🙂

Selamlar

Dostunuz Reinhard

Hamiş: Takımı pozitif bir bilançoyla (16. sırada değil) 6. sırada teslim ediyorum! 😉

11 minus 6 = 3

•April 26, 2011 • 1 Kommentar

Nach dreiwöchiger Pause bestreiten wir morgen unser letztes Spiel dieser Saison. Von mir aus könnten wir noch zehn Spiele machen. Schon komisch, wenn die Saison nur 26 Spiele hat. Andererseits war es aber auch eine sehr schwierige Spielzeit: Neben den ja eh schon etwas gewöhnungsbedürftigen Begleitumständen in Saudi-Arabien konnte ich nie auch nur zwei Spiele hintereinander mit der gleichen Formation bestreiten. Es war viel Stückwerk, teilweise kam ich mir schon wie beim Puzzeln vor. 🙂

Auch das letzte Spiel morgen Abend wird im Endeffekt wieder ein schwieriges. Ich versuche, dass die Rechnung ’11 minus 6 gleich 3′ aufgeht: Von meiner Start-11 fehlen mir 6 Spieler (fünf sind bei der Nationalmannschaft, einer gesperrt) und trotzdem sollen die 3 Punkte her. 🙂

Die Erwartungshaltung hier bei Al-Hilal ist – egal unter welchen Voraussetzungen gespielt wird – immer hoch. Und natürlich wollen wir uns mit einem Sieg aus der Saison verabschieden. Schließlich könnten wir noch bis auf Platz sechs klettern und das macht sich natürlich immer besser als Platz zehn. Doch unter den Umständen, dass ich nie auf den kompletten Kader zurückgreifen konnte, bin ich mit dem Erreichten zufrieden. Vor allem die große Entwicklung meiner Spieler lässt mich zufrieden zurückblicken. Jetzt jedoch schauen wir noch einmal nach vorn und schauen, was wir gegen den morgigen nochmals sehr guten Gegner ausrichten können und… ja, und dann schauen wir, ob und falls ja, wann ich die Zelte hier abbreche.

Euch viele Grüße (noch) aus Riad,

Euer Reinhard

Mensch, ärgere Dich nicht!

•April 7, 2011 • 1 Kommentar

Und ich tue ich es trotzdem! Was hilft es mir, wenn mir auch nach Niederlagen immer gesagt wird, dass meine Mannschaft super gespielt und einfach nur Pech gehabt hat?! Das lässt sich an der Tabelle nun mal nicht ablesen. Und auch wenn ich hier einen anderen Auftrag habe, nämlich die Ausbildung junger Spieler, ärgert es mich zutiefst, wenn meine Mannschaft taktisch sensationell spielt, allerdings dann doch wieder zwei fahrlässige Fehler macht. So überlegen, wie wir spielen, könnten wir auch die Meisterschaft gewinnen – wenn nur mehr Qualität und mehr Konstanz da wäre.

Mein linker Verteidiger geht nicht richtig zum Ball, lässt ihn springen, der Gegenspieler macht ihn rein. 0:1.

Gepredigt habe ich, dass wir uns auf lange Bälle einstellen müssen. Gepredigt habe ich, dass wir den Stopper nicht beachten, dafür aber auf deren rechten Verteidiger gehen müssen … Und trotzdem schafft es mein Mittelfeldspieler, auf den Stopper zu gehen und den rechten Verteidiger spielen zu lassen. Der spielt den langen Ball, mein Vorstopper wehrt den Ball genau auf den Fuß eines Al-Ahlis Spielers ab, und der schießt aus 20 Metern ein Tor, von dem er in zehn Jahren noch träumt. 0:2.

Zwei Chancen – zwei Tore, wobei ich den Schuss aus 20 Metern nicht einmal als Chance bezeichnen würde.

Ich bin mir gar nicht sicher, ob Al-Ahli in der zweiten Halbzeit überhaupt noch einmal in unserer Hälfte war. Doch unsere Chancenauswertung lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: kläglich!

Ein Tor haben wir dann doch noch hinbekommen – zu wenig. Und das ärgert mich! Es ärgert mich, weil wir uns selbst um unseren Lohn bringen. Und es ärgert mich, weil dann doch nicht die Qualität im Team ist, die wir benötigen. Dafür muss ich zu häufig auf meine Leistungsträger verzichten – entweder weil sie verletzt sind oder weil sie bei den Profis sind. Ich weiß, dafür bin ich da – Spieler für die Profis auszubilden. Trotzdem weiß ich, was mit diesen von mir ausgebildeten Jungs alles möglich wäre!

So, genug des Ärgers. Denn bei allem Ärger gab es auch Erfreuliches. Die FIFA hat diese Woche einen tollen Artikel über mich online gestellt – und ich bin froh, dass doch nicht nur Spielergebnisse zählen, sondern auch wirklich der Blick auf meinen eigentlichen Auftrag. Lest selbst. Und für die, die es mal auf Arabisch versuchen wollen, hier der Link dazu: http://ar.fifa.com/worldfootball/news/newsid=1412159.html. 🙂

Ich atme jetzt einmal tief durch und konzentriere mich auf die Vorbereitung aufs nächste Spiel am Samstag.

Euch viele Grüße aus Riad,

Reinhard

 

Überragend…

•März 29, 2011 • Schreibe einen Kommentar

Mehr gibt es zum Spiel am vergangenen Sonntag nicht zu sagen: Meine Jungs haben einfach überragend gespielt. Weiter so – am besten gleich Donnerstagabend gegen Al Faysaly! 🙂

Gruß,

Reinhard



Endspurt!!!

•März 23, 2011 • 1 Kommentar

Erst einmal muss ich hier was loswerden: Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie viele User sich mittlerweile auf meiner Website, in meinem Blog oder auf meinem facebook-Profil tummeln. Und ich freue mich über jeden Kommentar, über jedes ‚Gefällt mir‘ und jede Email. Auch wenn ich nicht alles immer beantworten kann, glaubt mir bitte, dass es echt toll ist, von Euch zu hören!

Besonders vor und nach unserem 5:1-Sieg vergangenen Samstag habe ich so viel von Euch gehört, dass ich mich heute Morgen noch schnell ranmache, um Euch kurz wissen zu lassen, was bei mir los ist – auch wenn die Zeit momentan sehr knapp ist.

Denn bis zum Ende der Saison am 13. April haben wir noch sechs Spiele. Heute Abend spielen wir gegen den Tabellenführer und mir fehlen vier Nationalspieler. Wenn ich eine gesunde Leistungsdichte im Team hätte, könnten wir es auffangen. So allerdings bin ich wieder auf Euer Daumendrücken angewiesen – okay, und auf eine überdurchschnittliche Leistung meines Teams. Schauen wir, was gelingt… 🙂

Einen super Tag Euch allen,

Euer Reinhard

Interview im Diplomatischen Magazin

•März 8, 2011 • Schreibe einen Kommentar

Jetzt hat es doch ein wenig länger gedauert bis zum nächsten Blogeintrag… Unser gestriges Spiel wurde aufgrund des U21-Länderspiels recht kurzfristig abgesagt, sodass ich den freien Tag für einige Dinge genutzt habe, die in den letzten Wochen zu kurz gekommen sind. Unter anderem findet Ihr jetzt hier das Interview, das ich dem Diplomatischen Magazin gegeben habe und das einen Einblick in meine Arbeit und die Lebensweise in arabischen Ländern sowie meine Pläne für die Zukunft gibt. Wie findet Ihr es?

Viele Grüße,

Euer Reinhard

Die Spielweise zählt!

•Februar 9, 2011 • Schreibe einen Kommentar

Nach mehr als drei Wochen Pause sind wir gestern gegen Al Quadasiya (was in der Nähe von Bahrain liegt) in die Rückrunde gestartet – und das mit sehr beeindruckender Spielweise. Bereits zur Pause hätten wir 3:0, 4:0 führen müssen. Was uns fehlt, ist die Kaltschnäuzigkeit, die Dinger einfach reinzuhauen. Die lässt sich nun mal nicht trainieren. Wir waren absolut spielbestimmend und haben durch einen blöden, langen Ball in der 68. Minute das 0:1 kassiert – die erste Chance und die ist drin. Mein erster Torwart, der sich bei unserer Profimannschaft verletzt hat und daher nicht spielen konnte, hätte das Ding sicher gehalten. Nun ja…

So, und ab der 70. Minute waren wir dann sogar nur noch zu zehnt: Rote Karte! 0:1-Rückstand, ein Mann weniger, strömender Regen und meine Truppe hat geackert und sich eine Chance nach der anderen rausgespielt – und jede einzelne versiebt. In der 92. (!!!) Minute ist uns dann doch noch der Ausgleich gelungen. Drei Punkte wären verdient gewesen, einen haben wir geholt. Doch meine Jungs haben mir wieder mal bewiesen, dass sie Charakter haben, dass sie sich entwickeln und dass sie wirklich ansehnlichen Fußball spielen. Das Ziel bei meiner Arbeit mit dieser Mannschaft war immer ihre Entwicklung und die der einzelnen Teammitglieder – und das gestrige Spiel bestärkt  mich in meiner Arbeit und macht mich stolz. Die Art und Weise, wie sie sich präsentiert haben, ist das, was für mich zählt.

In diesem Sinne: Weiter geht’s!  🙂

Viele Grüße,

Euer Reinhard